Selbst E-Commerce-Unternehmen mit einer konsequenten Markenführung gehen Risiken ein, wenn ihre Produkt-Assets unübersichtlich organisiert sind.
Wenn Produktfotos, Lifestyle-Bilder und Kampagnen-Assets über gemeinsame Ordner, E-Mail-Verläufe, Medienbibliotheken von Plattformen und Designtools verstreut sind, weiß niemand mehr genau, welche Version aktuell oder freigegeben ist. Und das ist nicht nur eine Frage der internen Effizienz.
Produktseiten sind ein wichtiger Markenkontaktpunkt und Conversion-Treiber für Käufer:innen. Die Bilder und Inhalte, die diese Seiten zum Leben erwecken, verdienen dieselbe Governance wie jeder andere Teil des Kundenerlebnisses. Andernfalls driften Vertriebskanäle von der Marke ab – und Käufer:innen möglicherweise gleich mit.
Digital Asset Management für den E-Commerce löst das Problem: Es bietet die zentrale Governance, die ihr braucht, um eure Storefronts markenkonform, aktuell und bereit für Conversions zu halten.
Was ihr dazu wissen müsst
- Produktseiten sind entscheidende Markenkontaktpunkte, die das Kundenvertrauen, die Kaufbereitschaft und die Conversion-Rate beeinflussen. Deshalb brauchen Produkt-Assets dieselbe Governance wie Marken-Assets.
- Gemeinsam genutzte Laufwerke und native Medienbibliotheken bieten nicht die Versionskontrolle, Freigabeprozesse, Rechteverwaltung und weiteren Governance-Tools, die Produkt-Assets benötigen.
- Ein E-Commerce-DAM kann, was reine Speicherlösungen nicht leisten können, z. B. bietet es Governance by Design und die automatisierte Verteilung an Storefronts.
- Damit gewährleistet es, dass Bilder, Videos und andere visuelle Inhalte über alle Vertriebskanäle hinweg korrekt, aktuell und einheitlich sind.
- Das Frontify DAM eignet sich ideal für den E-Commerce, nicht zuletzt dank unserer neuen E-Commerce-Integrationen mit Akeneo, Salsify und Shopify
Wir funktioniert Digital Asset Management für den E-Commerce?
Digital Asset Management für den E-Commerce ist die Praxis, visuelle Inhalte für den Onlinehandel zentral zu speichern, zu verwalten und zu verteilen. Bildmaterial, Videos, Lifestyle-Bilder, Kampagnen-Creatives und andere Markenelemente setzen eure Produkte in Szene, untermauern euer Markenversprechen und bauen Kaufbarrieren ab. Deshalb brauchen sie die richtige Pflege. Mit einem E-Commerce-DAM-System könnt ihr genau das umsetzen.
Dabei ist ein E-Commerce-DAM nicht nur eine aufpolierte Medienbibliothek, mit der Assets zentralisiert, gespeichert und durchsucht werden können. (Wobei allein das schon enorm wertvoll wäre, wenn man bedenkt, wie viele Assets zu einem einzigen Produkt gehören: verschiedene Blickwinkel, Lifestyle-Aufnahmen, 360-Grad-Ansichten, Videos, lokalisierte Varianten, technische Zeichnungen, Bewertungs-Overlays usw.)
Tatsächlich geht ein E-Commerce-DAM noch viel weiter: Es bringt Struktur und Kontrolle in die Verwaltung und Verteilung von Produkt-Assets.
Es gewährleistet, dass die richtigen, aktuellen und freigegebenen Inhalte einfach identifiziert und abgerufen werden können. Und dass sie nahtlos in jeder Storefront – und in jedem Vertriebskanal – eingesetzt werden können, über den Produkte verkauft werden. Denn die Arbeit ist nicht damit getan, dass ein Produkt-Asset erstellt und gespeichert wurde. Sie ist erst erledigt, wenn das Asset auf der Produktseite live und korrekt ist.
Genau das unterscheidet ein E-Commerce-DAM von einem gemeinsam genutzten Laufwerk – oder Schlimmerem

Warum E-Commerce-Teams mit dem Asset Management kämpfen
Viele E-Commerce-Teams kämpfen beim Management von Produkt-Assets mit veralteten Systemen, manuellen Workflows und der schieren Menge an Assets, die im E-Commerce anfallen.
- Auf den Produktseiten gibt es im Schnitt acht Fotos.
- Multipliziert das mit Hunderten oder Tausenden von Artikelnummern.
- Und dann noch mit allen Kanälen, über die diese Assets ausgespielt werden.
Wenn man das einmal durchrechnet, kommt eine gewaltige Zahl an Assets zusammen, die sich im Umlauf befinden.
Um dieses Volumen effektiv zu steuern, braucht ihr formale Strukturen, festgelegte Prozesse und – im Idealfall – Automatisierung. Da ihr diesen Artikel lest, vermuten wir allerdings, dass ihr derzeit noch mit einem „gemeinsam genutzten Laufwerk oder Schlimmerem“ arbeitet. Und genau das bringt viele Herausforderungen für Teams wie eures mit sich.
Assets sind über ein Sammelsurium isolierter Systeme verteilt
Produkt-Assets sind über gemeinsam genutzte Laufwerke, Kreativtools, Medienbibliotheken von E-Commerce-Plattformen, E-Mail-Verläufe und Slack verstreut. Und dann sind da noch die Kopien veralteter Assets auf den Desktops einzelner Teammitglieder, obwohl ihr wirklich alles dafür getan habt, das zu unterbinden. Ohne eine Single Source of Truth können Teams nicht sicher sein, welches Asset aktuell oder freigegeben ist. Die Suchzeiten nehmen zu, Freigabeprozesse ziehen sich hin, und es dauert länger, bis Produktseiten live gehen.
Produkt-Assets verändern sich schneller, als Prozesse mithalten können
Produkt-Assets sind nicht statisch, vor allem in Branchen wie FMCG. Sie werden ständig neu erstellt, aktualisiert, lokalisiert und aus dem Verkehr gezogen. Für diese Maß an Komplexität wurden gemeinsam genutzte Laufwerke nicht entwickelt. Sie können Dateien speichern und strukturieren. Aber sie können die Veränderungen nicht verfolgen, denen eure Assets unterliegen – und euer Team kann das auch nicht. In der Folge zirkulieren unterschiedliche Versionen, und niemand weiß genau, welche eigentlich verwendet werden soll.
Die Aktualisierung der Assets über alle Kanäle hinweg erfolgt langsam und manuell
Asset-Änderungen müssen sich auch in den Storefronts widerspiegeln, und das kann viel manuelle Arbeit bedeuten, da sie in jedem Marketplace und Kanal, in dem sie erscheinen, aktualisiert werden müssen. Das ist nicht nur eine ineffiziente Nutzung der Teamzeit. Es kann zeitkritische Updates erheblich verzögern und zu Inkonsistenzen zwischen verschiedenen Kanälen führen.
Das Volumen der Assets übersteigt die Kapazitäten der Tools, die es verwalten
Für Kaufentscheidungen und Conversion gilt: Mehr ist mehr. Jedes Produkt braucht mehr Bilder, mehr Blickwinkel, mehr Lifestyle-Aufnahmen, mehr Videos. Mit jedem neuen Produkt, Markt und Kanal steigt das Volumen weiter an. Und gemeinsame Laufwerke kommen an ihre Grenzen – Unterordner entstehen, Namen ergeben keinen Sinn mehr, und Duplikate vermehren sich wie Zellen unter dem Mikroskop. Kein Wunder also, dass am Ende niemand mehr findet, was benötigt wird.
Storefronts gehen mit veralteten oder nicht markenkonformen Bildern live
Und genau hier laufen all diese Probleme zusammen. In der Lücke, die durch fragmentierte Systeme entsteht, arbeiten Menschen mit dem, was ihnen zur Verfügung steht – und geben ihr Bestes.
- Einige nutzen die Assets, die sie finden können, ohne zu wissen, dass passendere Alternativen existieren.
- Andere geben neue Assets in Auftrag, was Geld kostet und zulasten der Einheitlichkeit geht.
- Wieder andere gehen mit den wenigen Assets live, die sie finden können, und präsentieren ihre Produkte dadurch unter Wert.
Dies führt dazu, dass dieselben Artikel über verschiedene Kanälen hinweg unterschiedlich dargestellt werden – und dass veraltete, nicht lizenzierte und fehlerhafte Visuals auf Produktseiten landen, die bereits live sind. Bei Hunderten oder Tausenden von Artikelnummern und mehreren Storefronts ist es unmöglich, solche Fehler manuell zu erkennen. Sie sammeln sich daher unbemerkt an, bis sie von Kund:innen oder bei einem Markenaudit aufgedeckt werden.
Wenn euch das bekannt vorkommt: Keine Sorge, das ist ein sehr häufiges, aber auch lösbares Problem im E-Commerce. Die Lösung besteht darin, dieselben Governance-Praktiken auf Produkt-Assets anzuwenden wie auf Marken-Assets – und die richtige Software dafür zu nutzen.
Warum Produkt-Assets dieselbe Governance brauchen wie jeder andere Markenkontaktpunkt
Die meisten Unternehmen verwalten ihre Markenelemente mit einem hohen Maß an Kontrolle. Logos, Richtlinien, Kampagnen und Vorlagen sind auf Brand-Management-Plattformen gesichert und ihre Nutzung wird durch klare Governance und Richtlinien geregelt.
Warum werden also Produkt-Assets nicht mit derselben Sorgfalt und Aufmerksamkeit behandelt? Warum verstauben sie auf gemeinsam genutzten Laufwerken – unstrukturiert, ungeschützt und unkontrolliert? Sind das etwa keine Markenelemente?
Die Unterscheidung zwischen Marken- und Produkt-Assets ist eigentlich künstlich: Die Produktseite ist ein Kontaktpunkt mit der Marke, und das Bildermaterial darauf prägt die Markenwahrnehmung genauso stark wie jede Anzeige. Wir sehen das so:
Die Storefront ist der Ort, an dem Markenwahrnehmung entsteht
Denkt einmal darüber nach. Um ein Produkt zu kaufen, muss jede Kundin und jeder Kunde eine Produktseite durchlaufen und deren Inhalte ansehen. Allerdings kommen nicht alle Kund:innen mit euren Werbeanzeigen, Social-Media-Inhalten oder E-Mail-Kampagnen in Berührung.
Eure Storefronts sind das Aushängeschild eurer Marke – gesehen von Zielgruppen mit hoher Kaufabsicht – und müssen daher absolut überzeugen.
Hier entsteht die Kaufbereitschaft oder geht verloren
Zudem beeinflussen Produkt-Assets direkt, wie Kunden Produkte identifizieren, bewerten und auswählen.
Forschung von UX-Expert:innen des Baymard Institute hat wiederholt gezeigt, dass Käufer:innen sich bei der Bewertung primär auf Produktbilder verlassen und visuelle Inhalte vollständig ausschöpfen, bevor sie sich dem Text widmen. Wenn das Bildmaterial begrenzt oder uneinheitlich ist, sinkt das Vertrauen, und Kaufinteressierte neigen eher dazu, einen Kauf zu verschieben oder ganz davon Abstand zu nehmen.
Die Auswirkungen schlecht verwalteter Produkt-Assets
Schlecht verwaltete Produkt-Assets können sowohl die Markenwahrnehmung als auch die Kaufwahrscheinlichkeit beeinträchtigen – und das wirkt sich auf den Umsatz aus. Hier erfahrt ihr, was fehlerhafte Produkt-Assets bei Kund:innen bewirken können.
Verwirrung und Warenkorbabbrüche
Ein potenzieller Kunde sieht, wie die Nachbarin ein neues Gerät benutzt und fragt, woher sie es hat. Die Nachbarin schwärmt von dem Produkt und zeigt ihm die Verpackung, damit er es online finden kann. Doch als der Kunde einen deiner Marketplaces besucht, ist er sich unsicher. „Das sieht irgendwie danach aus … Aber die Verpackung war anders … Vielleicht habe ich den Namen falsch verstanden?“ Und schon wegen eines einfachen veralteten Verpackungsfotos verlässt euer Kaufinteressent verwirrt euren Warenkorb.
Verunsicherung und Vertrauensverlust
Jemand sucht auf eurer Website nach Hosen. Im Text ist von Bootcut-Jeans die Rede, aber auf dem Bild sind kniehohe Stiefel zu sehen. Ein erster Zweifel entsteht. „Warum haben sie hier die falschen Bilder? Wenn nicht einmal die Bilder stimmen, kann ich dann darauf vertrauen, dass sie das richtige Produkt liefern? Oder meine Zahlungsdaten und persönlichen Informationen sicher verwalten?“ So schnell geht das Kundenvertrauen verloren.
Kulturelle Entfremdung und Distanzierung
Eine Kundin im Nahen Osten stöbert während des Ramadan auf einer Produktseite. Die Lifestyle-Bilder zeigen Menschen, die tagsüber in der Öffentlichkeit essen und trinken – ein Ergebnis mangelnder Lokalisierung. Die Kundin denkt „Ernsthaft? Verstehen sie diesen Markt überhaupt?“ Die Bildsprache wirkt losgelöst von den lokalen Gepflogenheiten und schafft Distanz, anstatt Nähe aufzubauen.
Aus diesem Grund ist eine starke Governance für Produkt-Assets ebenso wichtig wie für Markenelemente. Wie sieht das also konkret aus?
Was Governance für Produkt-Assets bedeutet
Governance ist ein Rahmenwerk aus Prozessen und Kontrollmechanismen, das gewährleistet, dass Produkt-Assets während ihres gesamten Lebenszyklus korrekt verwaltet und eingesetzt werden. Eine starke Governance hilft Teams dabei, Inhalte sicher zu finden und zu nutzen und sicherzustellen, dass die Storefronts immer auf dem neuesten Stand sind.
Warum dafür ein E-Commerce-DAM nötig ist
Es wäre verständlich, wenn ihr euch fragt: „Wenn fragmentierte Ordner das Problem sind, warum können wir nicht einfach alles in einem gemeinsamen Laufwerk konsolidieren? Dann müssten wir die Sache doch besser im Griff haben?“
Damit wäre aber nur ein kleiner Teil des Problems gelöst, nämlich die Speicherung. Bessere Governance entsteht dadurch nicht, zumindest nicht so, wie ein DAM-System für den E-Commerce sie bietet. Das Chaos wird lediglich verlagert. Teams stehen weiterhin vor denselben Herausforderungen: veraltetes Bildmaterial, nicht freigegebene Assets und unklare Nutzungsrechte.
Digital-Asset-Management-Systeme wurden speziell dafür entwickelt, Millionen von Assets zu verwalten, und Governance-Workflows sind bereits in ihre Funktionalität integriert.
- Metadaten stellen klar, welche Nutzungsrechte gelten.
- Die Versionskontrolle erfolgt automatisch.
- Berechtigungen regeln den Zugriff.
Dadurch behalten Marken die Kontrolle über die Produkt-Assets – selbst wenn die Anzahl der Produkte und Mitarbeitenden wächst.
Hinzu kommt ein weiterer Vorteil von DAM für den E-Commerce: automatisierte Verteilungsprozesse, damit die richtigen Produkt-Assets direkt auf euren Storefronts ausgespielt werden. Doch dazu später mehr.
Was kann ein E-Commerce-DAM, was gemeinsam genutzte Laufwerke und native Medienbibliotheken nicht können?
Vielleicht fragt ihr euch, worin genau sich ein Digital-Asset-Management(DAM)-System von Tools wie SharePoint, Google Drive oder den integrierten Medienbibliotheken von E-Commerce-Plattformen unterscheidet.
Wie bereits erwähnt, besteht der wesentliche Unterschied darin, dass DAM weit mehr kann, als nur Dateien zu speichern. Hier sind die Funktionen, auf die es besonders ankommt.
1. Zentrale Asset-Bibliothek
Die Speicherung ist nicht die einzige Funktion des E-Commerce-DAM, bildet jedoch die Grundlage für alles, was darauf aufbaut. Das Herzstück eines DAM ist eine zentrale, verwaltete Bibliothek, in der alle Produktfotos, Lifestyle-Bilder, Video- und Markenelemente an einem Ort gebündelt sind.
Im Gegensatz zu einem gemeinsam genutzten Laufwerk ist es jedoch nicht nur eine Speicherebene, sondern ein strukturiertes System, das genau weiß, wie jedes Asset genutzt werden soll und wer darauf zugreifen darf.
2. Auffindbarkeit und Übersichtlichkeit von Assets
Ein DAM bietet erweiterte Suchfunktionen auf der Grundlage von Stichwörtern und Metadaten, sodass Nutzer:innen schnell genau das Asset finden, das sie benötigen. Und anders als in einem gemeinsam genutzten Laufwerk müsst ihr weder Ordner durchforsten noch kryptische Dateinahmen wie SummerShoot12_003.jpg oder CampaignArtwork_final_v2.pdf entschlüsseln.
Außerdem ist jede Datei mit der Artikelnummer verknüpft und mit Nutzungsrechten und Freigabestatus versehen. Dadurch ist jederzeit klar, welches Asset verwendet werden kann. Diese Struktur ist nicht nur für euer Team wertvoll – sie macht eure Assets auch für KI nutzbar. Über das Frontify MCP (die Schnittstelle, über die KI-Tools mithilfe des offenen Model Context Protocol auf euer DAM zugreifen können) kann ein Agent das passende, freigegebene und rechtlich abgesicherte Asset direkt aus eurer regulierten Bibliothek abrufen, anstatt zu raten oder die falsche Datei zu erwischen.
3. Einheitlichkeit über alle Plattformen hinweg
Im Gegensatz zu nativen Medienbibliotheken, die auf eine einzelne Plattform beschränkt sind, agiert ein DAM über die gesamte E-Commerce-Umgebung hinweg. Es wird zur Single Source of Truth für alle Produkt-Assets, anstatt dass jede Storefront ihre eigenen doppelten und (möglicherweise) abweichenden Versionen verwaltet.
Das schafft Einheitlichkeit über jeden Kundenkontaktpunkt hinweg. Und wenn Assets aktualisiert werden müssen, wird aus einem sonst manuellen Update über mehrere Kanäle hinweg eine einzige Änderung.
4. Versionskontrolle und Freigaben
Durch ein DAM gibt es zu jedem Asset eine aktuelle und verbindliche Version. Ältere Versionen werden automatisch archiviert, damit Teams nicht versehentlich mit widersprüchlichen Dateien arbeiten.
Das ist besonders wichtig, wenn sich Produktdetails ändern. Denkt an neue Verpackungen, Farbänderungen, saisonale Aktualisierungen. Das DAM gewährleistet, dass nur das aktuell freigegebene Asset mit dem Produkt verknüpft ist und veraltete Bilder nicht auf live geschalteten Seiten landen.
Freigabeprozesse schaffen eine zusätzliche Kontrollebene. Gemeinsam genutzte Laufwerke verwalten weder Versionen noch Freigaben – sie verlassen sich darauf, dass die Nutzer:innen alles richtig machen. Ein DAM baut diese Kontrolle ein.
5. Verwaltung von Nutzungsrechten und Ablaufdaten
Im E-Commerce kann die Rechteverwaltung komplex sein. Lizenziertes Lifestyle-Bildmaterial, Model und Talent Releases sowie Kampagnen-Assets unterliegen häufig Nutzungsbedingungen, die je nach Markt und Zeitfenster variieren. Bei großen Katalogen und mehreren Regionen ist eine manuelle Verwaltung kaum möglich, und native Medienbibliotheken sowie gemeinsam genutzte Laufwerke machen diese Aufgabe nicht einfacher.
Ein DAM bewältigt diese Herausforderung direkt auf Asset-Ebene. Metadaten zu Rechten, Nutzungsbedingungen und Ablaufdaten werden zusammen mit jeder Datei gespeichert. Laufen Rechte ab oder ist eine Nutzung nicht mehr zulässig, können Assets automatisch eingeschränkt oder aus dem Umlauf genommen werden. Dadurch wird verhindert, dass abgelaufene oder nicht konforme Bilder auf Produktseiten oder Kampagnen erscheinen.
5. Verteilung an Storefronts und Kanäle
Ein DAM fungiert als zentrale Quelle für alle E-Commerce-Assets und versorgt jede Storefront, jeden Marketplace und jeden Kanal von einem einzigen Ort aus. Durch die Anbindung an E-Commerce-Plattformen werden Assets gleichzeitig direkt auf eure Storefronts ausgespielt, sodass manuelle Uploads auf mehrere Plattformen entfallen.
Das spart nicht nur beim Hochladen Zeit, sondern auch dann, wenn Assets später aktualisiert werden müssen. Ändert sich ein Asset, wird diese Änderung automatisch auf alle damit verbundenen Storefronts übertragen. Dadurch sind alle Vertriebskanäle einheitlich gestaltet – mit nur wenigen Klicks. Kann ein gemeinsam genutztes Laufwerk das auch?
6. Schnelle Bereitstellung und Optimierung
Das richtige Asset mit der richtigen Storefront zu verbinden, ist nur die halbe Arbeit. Ebenso entscheidend ist, wie schnell es geladen wird.
Langsame Produktbilder verschlechtern die Ladezeit eurer Seiten, und langsame Seiten drücken die Conversion – Käufer:innen warten nicht, bis das Hero Image endlich geladen ist. Ein gemeinsam genutztes Laufwerk oder eine native Medienbibliothek nützen hier nichts: Die Datei wird bereitgestellt und alles Weitere bleibt dem Zufall überlassen.
Ein DAM schließt die Lücke, indem es Assets über ein globales Content Delivery Network (CDN) bereitstellt, sodass Bilder, Videos und Dokumente schnell und zuverlässig überall dort geladen werden, wo eure Kund:innen einkaufen. Darüber hinaus optimiert es Assets automatisch, indem es Dateien in schlanke Webformate konvertiert und in der jeweils passenden Größe ausliefert – ohne Duplikate oder manuelle Exporte. Für all das wurden Speicherlösungen einfach nicht entwickelt.
So verbindet ihr ein DAM mit eurem E-Commerce-Stack
Der transformative Mehrwert eines E-Commerce-DAM liegt in seiner Anbindung an eure gesamte E-Commerce-Umgebung. Auf der grundlegendsten Ebene ist die Integration mit euren E-Commerce-Plattformen und eurem Product-Information-Management(PIM)-System ein Muss.
Innerhalb dieses wesentlichen Dreiklangs an Tools ist das DAM die Single Source of Truth für Assets, und entweder das DAM oder das PIM versorgt eure Storefronts mit diesen Assets.
DAM und PIM verbinden
Die Verbindung eines E-Commerce-DAM mit eurem PIM schafft die Grundlage für die Bereitstellung vollständiger und einheitlicher Produktinhalte über alle Kanäle hinweg, da visuelle Assets mit Echtzeit-Produktdaten verknüpft werden.
Was ist ein PIM?
Ein PIM-System verwaltet Produktdaten wie Spezifikationen, Beschreibungen, Preise, Attribute, Artikelnummern und Lagerbestände. So wie ein DAM die zentrale Quelle dafür ist, wie ein Produkt aussieht und dargestellt wird, ist ein PIM die zentrale Quelle dafür, wie ein Produkt kategorisiert und beschrieben wird.
Warum DAM und PIM verbinden?
Durch die Verbindung eines E-Commerce-DAM mit einem PIM sind die richtigen Visuals mit dem richtigen Produktdatensatz verknüpft. Dadurch können Storefronts, Marketplaces, Kataloge und andere Vertriebskanäle Produkte einheitlich und korrekt präsentieren – und Kund:innen sehen überall dieselben Produktinformationen, unabhängig davon, wo sie sich informieren.
Wie fließen Daten zwischen DAM und PIM?
In einer effizienten Systemlandschaft werden Informationen bidirektional zwischen beiden Systemen ausgetauscht. Freigegebene Assets gelangen aus dem DAM in das PIM, sodass PIM-Nutzer:innen auf aktuelle Produkt-Assets zugreifen können. Gleichzeitig speisen Produktdaten das DAM und helfen dabei, Assets nach Artikelnummer, Kategorie oder Produktfamilie zu strukturieren, zu taggen und zu organisieren.
Wie verbindet ihr DAM und PIM?
Ihr verbindet DAM und PIM genauso wie ihr zwei beliebige Plattformen miteinander verbinden würdet – in der Regel über eine API, iPaaS oder eine in die Plattformen selbst integrierte native Integration. Größere Unternehmen entscheiden sich mitunter für eine individuelle Integration, wenn die Komplexität ihrer Datenlandschaft dies erfordert.
DAM mit E-Commerce-Plattformen verbinden
Auf der anderen Seite der Gleichung stehen eure E-Commerce-Plattformen – unabhängig davon, ob eure eigenen digitalen Kanäle, Shopify, Amazon, TikTok Shop oder einer der unzähligen anderen verfügbaren Marketplaces.
Warum ein DAM mit E-Commerce-Plattformen verbinden?
Weil es der effizienteste Weg ist, den Kund:innen die richtigen Inhalte zu präsentieren.
Durch die Anbindung eines E-Commerce-DAM an eure E-Commerce-Plattformen könnt ihr Produktseiten direkt aus eurer zentralisierten Bibliothek mit geprüften Inhalten befüllen. Die Seiten rufen automatisch freigegebene Fotos, Videos, 360-Grad-Ansichten usw. aus eurem DAM ab.
Jede Plattform erhält dieselben Assets – freigegeben, markenkonform und aktuell. Wenn sich das Master-Asset ändert, aktualisieren sich alle Storefronts entsprechend.
Wie profitiert eure Marke davon?
Dadurch werden Prozesse deutlich schlanker, und der manuelle Aufwand für die Aktualisierung von Vertriebskanälen reduziert sich. Noch wichtiger ist jedoch, dass eure Produkte überall dort, wo Kund:innen einkaufen, einheitlich dargestellt werden. Ob auf eurer Website, einem Marketplace oder einem Händlerportal: Überall sehen sie dieselben Produkt-Assets – auf dieselbe Weise präsentiert.
Wie verbindet ihr ein DAM mit E-Commerce-Plattformen?
Das hängt von den eingesetzten Tools ab. Einige DAM-Anbieter bieten native Integrationen mit beliebten Plattformen wie Shopify an. Andere Plattformen verwenden das PIM als Verbindungsschicht, wobei das PIM Assets aus dem DAM zieht und an die Storefronts weiterleitet. Und natürlich gibt es auch APIs, iPaaS und maßgeschneiderte Integrationsmöglichkeiten.
Worauf ihr bei der E-Commerce-DAM-Verbindung achten solltet
Diese Verbindung entscheidet darüber, ob ein E-Commerce-DAM-System funktioniert oder scheitert. Sie sorgt dafür, dass es nicht bei einem weiteren isolierten Speichersystem bleibt, sondern dass ihr automatisierte Abstimmung, mehr Effizienz und einheitliche Inhalte erreicht. Worauf solltet ihr also achten?
Fragen, die ihr stellen solltet
- Kann das DAM eine direkte Verbindung zu euren E-Commerce-Plattformen herstellen? Oder ist es auf Zwischenlösungen wie ein PIM oder einen Drittanbieter-Connector angewiesen?
- Wie werden Aktualisierungen kanalübergreifend gehandhabt? Wird eine Änderung im DAM automatisch weitergegeben, oder muss jede Storefront weiterhin manuell aktualisiert werden?
- Wie werden Produktbeziehungen verwaltet? Basiert die Verbindung auf Artikelnummern oder anderen Produktkennungen, die gewährleisten, dass die richtigen Assets immer den richtigen Produktdatensätzen zugeordnet werden?
Auf welche Funktionen ihr achten solltet
- Artikelnummer-basierte Verknüpfung zwischen Produktdaten und Assets, damit Verbindungen nicht auf manuelles Mapping angewiesen sind
- Eine API-First-Architektur, die eine flexible Integration mit PIMs, E-Commerce-Plattformen und Marketplaces ermöglicht, während sich euer Stack weiterentwickelt
- Vorgefertigte Integrationen mit großen E-Commerce-Plattformen – oder eine Roadmap für deren Entwicklung
- Automatisierte Asset-Synchronisierung, bei der Aktualisierungen und Archivierungen im DAM ohne manuelles Eingreifen in allen verbundenen Kanälen übernommen werden
Der Ansatz von Frontify beim E-Commerce-DAM
Wir bei Frontify sind davon überzeugt, dass Produkt-Assets denselben Governance-Anspruch verdienen wie alle anderen Markenkontaktpunkte.
In den meisten E-Commerce-Systemen werden Produktbilder als operativen Inhalte behandelt – als etwas, das gespeichert, hochgeladen und live geschaltet werden muss. Doch Produktseiten sind nicht nur funktionale Verkaufsinstrumente. Sie sind einer der wichtigsten Markenkontaktpunkte.
Das bedeutet, dass die gleichen Standards, die für Kampagnen, Markenidentität und Marketing-Content gelten, auch für Produktbildmaterial gelten sollten: Versionskontrolle, Freigabeprozesse, Nutzungsrechte und klare Verantwortungsbereiche.
Der wahre Wert eines DAM liegt nicht darin, wo Assets gespeichert sind, sondern wie sie gesteuert werden. Durch die Governance, die Frontify bietet, ist alles, was in euren Storefronts landet, aktuell, korrekt und konform.
Welche Anbindungsmöglichkeiten für den E-Commerce bietet Frontify?
Frontify verbindet sich über eine offene API und eine wachsende Zahl an Integrationen mit der E-Commerce-Umgebung – unter anderem mit Akeneo, einer führenden PIM-Plattform, sowie Shopify, das weltweit Millionen von Storefronts betreibt.
PIM-Anbindung
- Akeneo-Integration: Akeneo ist eines der weltweit führenden PIM-Systeme. Dank der bidirektionalen Integration von Frontify fließen Daten in beide Richtungen zwischen DAM und PIM, wodurch die Daten systemübergreifend synchron bleiben. Dadurch kann Frontify Produkt-Assets an Akeneo übermitteln, die Akeneo wiederum in die Storefronts einbindet.
- Salsify-Integration: Salsify ist eine Product-Experience-Management-Plattform mit PIM- und Syndizierungsfunktionalität. Diese Integration weist Frontify-Assets automatisch den richtigen Produkten in Salsify zu, basierend auf gemeinsamen Identifikatoren wie Artikelnummer und weiteren Merkmalen.
E-Commerce-Anbindung
- Shopify-Integration: Die Frontify x Shopify-Integration synchronisiert freigegebene Assets aus euren Frontify-Bibliotheken mit einem oder mehreren Shopify-Stores, aktualisiert Shopify automatisch, wenn Assets in Frontify erstellt, verändert oder gelöscht werden, und passt große Assets vor der Bereitstellung automatisch in der Größe an. Dadurch entfallen manuelle Upload-Zyklen, es treten weniger Fehler auf, und alle Storefronts bleiben jederzeit synchron mit eurem DAM (vielleicht der Grund, warum Shopify DAM als „Wachstumskatalysator“ bezeichnet).
- Roadmap: Weitere E-Commerce-Integrationen sind in der öffentlichen Roadmap von Frontify vorgesehen und befinden sich derzeit in der Entwicklung – dies zeigt ganz klar unsere Absicht, die direkte E-Commerce-Anbindung weiter auszubauen.
Medienbereitstellung
Sind die Assets einmal geprüft und verknüpft, müssen sie auf dem schnellsten Wege zur Kundschaft gelangen. Frontify wickelt die Bereitstellung über ein globales CDN ab, sodass Produktbilder, Videos und Dokumente schnell über Regionen, Geräte und Kanäle hinweg geladen werden. Für den E-Commerce sind dabei einige Fähigkeiten besonders wichtig:
- Dynamische und statische Links: Dynamische CDN-Links stellen stets die aktuellste freigegebene Version eines Assets bereit. Einmal in Frontify aktualisiert, wird die Änderung nahezu in Echtzeit an alle Storefronts weitergeleitet, die diesen Link verwenden. Statische Links sind an eine bestimmte Revision gebunden. Das ist nützlich, wenn für Compliance- oder rechtliche Zwecke eine feste Version erforderlich ist.
- Automatische Web-Optimierung: Neu hochgeladenes Bildmaterial wird standardmäßig in WebP für schnellere Ladezeiten konvertiert. Für Browser, die dieses Format nicht unterstützen, gibt es automatische Ersatzlösungen – für eine bessere Leistung ohne Qualitätsverlust.
- Dynamische Transformation: Durch die Media Processing API können Größe, Zuschnitt und Format der Assets direkt über die URL angepasst werden. Dadurch kann dasselbe Hero Image in unterschiedlichen Abmessungen und Formaten für verschiedene Kanäle ausgespielt werden, ohne dass doppelte Dateien entstehen. Assets können beim Download außerdem in JPEG, PNG, WebP, AVIF oder HEIF konvertiert werden.
- Nutzungsanalysen: Admins erhalten Einblick in die CDN-Bandbreite, tägliche Trends und die Nutzung nach Marke und Zeitraum – und können dadurch nachvollziehen, wie Produkt-Assets kanalübergreifend tatsächlich genutzt werden.
Anbindung an die gesamte Umgebung
- Über 50 vorgefertigte Integrationen: Es gibt mehr als 50 vorgefertigte Integrationen zwischen Frontify und anderen Plattformen in eurer Kreativ-, Content- und E-Commerce-Umgebung, darunter Salesforce Marketing Cloud, Figma und Adobe Express. Dadurch können Produkt-Assets aus einer Single Source of Truth durch eure Systeme fließen.
- Offene API: Unsere offene API erweitert die E-Commerce-Anbindung für individuelle Integrationen über komplexere E-Commerce-Stacks hinweg. Damit kann Frontify eure Storefronts zuverlässig mit den richtigen Assets zum Leben erwecken – unabhängig davon, welche weiteren Tools ihr im Einsatz habt.


